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Kompost 3
Fr, 26. Apr/ 20:13

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Martin Eberle / Trompete, Flügelhorn
Benny Omerzell / Rhodes, Red Instruments, Hammond
Manu Mayr / E-Bass, Bass
Lukas König / Durms, Samples


Avant Groove par excellence = Kopost 3:
Nährstoff(über)reicher Boden, aus dem neues musikalisches Leben nur so schießt

Vom Cover blickt ein braunes Plastilin-Müllmonster. ‘Kompost3’ steht da – in Gestalt eines sich wurmartig kringelnden Schriftzugs zu lesen. Und die Debüt-CD des gleichnamigen Quartetts löst musikalisch konsequent ein, was sie grafisch so appetitlich verspricht: Trompeter Martin Eberle, Keyboarder Benny Omerzell, Bassist Manu Mayr und Drummer Lukas König wühlen mit Hingabe und Humor im nährstoffreichen Gatsch der Jazzgeschichte. Kompost3, die in Wien ansässige Formation, deren Mitglieder zur Hälfte aus Vorarlberg stammen, zählt aktuell zu den aufregendsten Newcomer-Ensembles der österreichischen Improvisationsszene. (Ö1, ORF)


Der museale Schein trügt: Unter den Wiener Prachtbauten vergangener Tage, die den Eindruck vermitteln, Kaiser Franz sei nur mal eben ausgeritten, watet man bis zum Hals im Schlamm des 21. Jahrhunderts. Vier junge Musiker kompostieren hier nicht nur Mozartkugeln. Eine Ballade des Ensembles heißt lakonisch Ballade, weil sie genau das ist, was eine Ballade sein soll: Musik, die dem Hörer ganze Gänsefamilien den Rücken hinunter und hinein in eine mit warmem Licht ausgekleidete Kathedrale jagt, der Messwein dort ist bittersüß, keinen Moment süßlich, die Architekten des Hauses sind ‘kompost 3’. Eine Band, die sich über jeden Stundenplan hinwegsetzt. Sie zieht und streckt und staucht die Zeit um sie schließlich einzufrieren, so dass selbst der hartgesottenste Kuckuck vom Zeiger fällt.


Ihre Musik geht tiefer als ins dritte Untergeschoss, sie geht bis dorthin, wo Lava blubbert und sich Wiener Schwermut mit dem Sturm und Drang eines Rumpelstilz paart. Dann wieder führt sie durch den Kolben einer Espresso-Maschine mitten hinein in einen fast schon erschreckend bunten Asteroidensturm.
Konzert-Review: Bahnhof Hittisau


Konzert-Review: Bludenzer Remise 2011 – Avant-Groove mit Kompost3
Kompost3 war die dritte Formation dieses Abends. Und es kann vorweg gesagt werden, dass die Musiker dieses dem Avant-Groove verschriebenen Quartetts den Miles Davis-Ansatz von „Groove and space“ verstanden haben. Im ersteren und längeren Teil ihres Auftritts entwickelten sie laut und druckvoll improvisatorisch über diverse Patterns eine titellose Musik, die ihresgleichen sucht. Martin Eberle setzte unter anderem eine Slide Trumpet ein (eine Mini-Posaune mit Trompetenmundstück), Benny Omerzell rief auf seinem Nord-Keyboard Hammond-Sounds ab, steuerte aber auch auf dem Fender Rhodes glockige Klänge bei, die er mit Hilfe des Volume-Reglers aus und ein blendete. Manu Mayr spielte seinen mit einem Effektboard ausgestatteten Kontrabass unter anderem mit dem Bogen, dies mit starker Verwendung der Glissando-Technik. Sehr interessant waren die Experimente mit den gefürchteten „Odd Meters“. Zu hören waren unter anderem abwechselnd Fünfvierteltakt- und Dreivierteltakt-Passagen und weiters musikalische Strukturen im Zehnachtel- und Sechsachteltakt.

Eine einzige Nummer hatte einen Titel: „Süasslarschnitz“. Interessant war hierbei die Zuspielung und Repetition des Sprach-Samples vom Laptop: „Bitte, ist hier frei…“ Eine Alltagssituation eingebaut in akustische Zusammenhänge, die wohl nicht alltäglich sind. Eine bemerkenswerte Idee. Lukas König an den Drums und Manu Mayr am Bass groovten, Omerzell brillierte mit einem virtuosen Solo im Hammondsound.

Eine kurze Nummer bildete den Abschluss. Originell war, dass Omerzell seinen kleinen Synthesizer auf dem Schoß spielte. Verwegen waren die Unisono-Linien von Synthesizer und Trompete. Viel verdienter Applaus.

 

Heute nur mehr Abendkassa –
ab 19:30

… der ‘schöne Abend’ ist bei uns!  ;–)

 

Schüler, Studenten, Lehrlinge, Zivildiener: 5,– / nur an der Abendkassa; Kinder unter 12 Jahren: frei!
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